einer von uns,

einer für uns!

Samtgemeinde
Bürgermeister 2026

Ich möchte zuhören, anpacken und gemeinsam mit den Menschen unsere Samtgemeinde weiterentwickeln.

FÜR EINE STARKE, MODERNE UND LEBENSWERTE SAMTGEMEINDE.

Ihre Stimme für Erfahrung, Verlässlichkeit und Bürgernähe.

Ich möchte mich tatkräftig für eine prosperierende Samtgemeinde einsetzen!

Durch unseren landwirtschaftlichen Betrieb und mein langjähriges politisches Engagement als Bürgermeister von Ankum, im Samtgemeinderat und Mitglied des Kreistags bin ich zutiefst mit den Menschen hier verbunden, mit den Gemeinden, in denen sie leben, und ich weiß um die Herausforderungen, die es zu bestehen gilt.

Portraitfoto Detert Brummer-Bange

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BÜRGERNÄHE & TRANSPARENZ

Stehe ich wirklich für Bürgernähe & Transparenz? Weil ich schon seit 15 Jahren politisch aktiv bin, davon 10 Jahre (2011 bis 2021) als Bürgermeister von Ankum, können mich die Bürgerinnen und Bürger an meinen bisherigen Taten messen. Dafür nur einige Beispiele:

  • Bürgersprechstunden
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Als Bürgermeister von Ankum habe ich erstmalig regelmäßige Bürger­sprechstunden eingeführt. Die stießen auf so viel Zuspruch, dass sie auch eine enorme Bereicherung für die Bürgermeister­arbeit waren. Und das nicht zuletzt, weil sich Bürgerinnen und Bürger mit Ideen eingebracht haben. So zum Beispiel mit kreativen Anregungen für eine Spielplatz­gestaltung und so manches mehr. Als Samtgemeinde­bürgermeister möchte ich feste Bürger­sprechstunden nicht nur in Bersenbrück abhalten, sondern in allen Orten der Samtgemeinde.
  • Transparente Entscheidungsfindungen. Neue Wege gehen.
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Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf nachvollziehbare und transparente Entscheidungsfindungen. Messen Sie mich auch in diesem Punkt an Taten. So haben wir in meinen Jahren als Bürgermeister von Ankum umfangreiche Informations-, Diskussions- und Beteiligungs-Veranstaltungen durchgeführt. Ankum hat in meinen Bürgermeister-Jahren einen bis dahin einzigartigen Wandel erlebt durch Groß-Projekte, die allesamt unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger realisiert worden sind. Ein herausragendes Beispiel für Bürgerbeteiligung sowie für ein konstruktives Zusammenspiel von Samtgemeinde und Gemeinde war zum Beispiel die Verlegung der Ankumer Grundschule zum Schulzentrum Kattenboll. – Neubau an der Kolpingstraße oder Umzug zum Kattenboll? Das war die Frage, die in Ankum sehr kontrovers diskutiert wurde. Der anfängliche Widerstand gegen einen auch von mir befürworteten Umzug konnte jedoch zum Allerbesten gewendet werden. Das war die Folge unseres breiten, arbeitsintensiven, über Jahre sich erstreckenden Beteiligungsprozesses unter Einbeziehung vieler wie Eltern, Schule, Gemeinde, Samtgemeinde, Experten usw. Bei der Eröffnung 2016 war die einhellige Meinung: Entstanden ist eine neue Grundschule der Extraklasse. – Von Transparenz geprägt war auch der Weg zu dem neuen sozialen Zentrum, das nach dem Abriss der alten Grundschule im Herzen von Ankum auf fast 10.000 qm mit der Kita „Im Dorfe“ und dem Mehrgenerationenquartier des ASD entstand. Bei der Vergabe des Grundstücks, auf dem schlussendlich das Mehrgenerationenquartier entstand, haben wir als Gemeinde Neuland betreten. Durchgeführt wurde 2017 ein sog. Bieterverfahren. Entwürfe, die im Rahmen dieses Verfahrens eingingen, wurden öffentlich vorgestellt. Es gab zudem eine Jury, die die Projekte bewertete. Am Ende entschied dann der Gemeinderat. Für den Gewinner des Bieterverfahrens bedeutet dieser Entscheidungsprozess: Es musste umgesetzt werden, was an Planung vorgelegt wurde.
  • Ob Hallenbad-Neubau oder Stromtrassen: Es ging um viel und um vieles.
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Maximale Hallenbad-Transparenz über mehrere Jahre: Als Mitglied des Samtgemeinderats und Bürgermeister von Ankum war ich Teil des über 2 Jahre laufenden offenen Planungsprozesses zum Mega-Projekt Neubau eines Hallenbads. – Die Entscheidung für einen Neubau in Ankum fiel im Dezember 2019. Initiiert wurde dieser offene Planungsprozess vom damaligen Bürgermeister Dr. Horst Baier. Alle Planungsansätze und -unterlagen lagen öffentlich vor und wurden zum Beispiel auch von Parteien für öffentliche Veranstaltungen genutzt, um mit Bürgerinnen und Bürgern darüber zu diskutieren. – Einbeziehen, zuhören, im Dialog miteinander Lösungen erarbeiten, das war mein Bestreben auch beim Thema Höchstspannungsleitungen und den Protesten gegen den Bau dieser Leitungen in den Jahren 2016 bis 2020. Wichtig war mir in dieser Sache ein enger Schulterschluss zwischen den Kommunen im Nordkreis und den Bürgerinitiativen. Im Zusammenspiel mit der Samtgemeinde fand dazu zum Beispiel in Ankum im Februar 2018 eine Informations- und Diskussionsveranstaltung statt, bei der sich alle, darunter die Bürgerinitiativen, einbringen konnten. Aufgrund des großen Interesses war die Aula der Grundschule rappelvoll. – Als 2015 von einer Fraktion des Gemeinderats die Einführung eines Bürgerhaushalts gefordert wurde, war mir ebenfalls eine Bürger-Versammlung wichtig. Diese Info- und Diskussionsveranstaltung war auch sehr gut besucht. Zu kompliziert, teuer, zu aufwändig sei so ein Bürgerhaushalt, war der Tenor bei dieser Veranstaltung – und später auch bei der Mehrheit im Rat.
  • Serviceorientierte Verwaltung.
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Eine bürgerorientierte Verwaltung ist von enormer Bedeutung für das Vertrauen in unseren Staat und unsere Demokratie. Serviceorientierung ist darum das A&O. – Eine Verwaltung ist für die Bürgerinnen und Bürger da und ein Rathaus sollte ein offenes Haus für die Bürgerinnen und Bürger sein. Effizient, bürger­orientiert arbeiten heißt da z.B. auch: Die Digitalisierung muss energisch vorange­trieben werden, um alle, nicht zuletzt auch die Wirtschaft, von Behörden­gängen zu entlasten. Ich setze mich angesichts eines absehbaren weiteren Fachkräfte­mangels auch dafür ein, dass Routineaufgaben der Verwaltung automatisiert werden.
  • Livestreams.
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Einen großen Beitrag zu transparenten Entscheidungs­findungen leisten auch Livestreams. An einer Sitzung teilzunehmen, ohne vor Ort sein zu müssen, ist nicht weniger als die moderne Variante des Gebots, dass Politik in der Demokratie eine öffentliche Angelegenheit ist. – Livestreams sind ein wichtiger Gewinn in Sachen Bürgernähe, Bürger­beteiligung, Transparenz und Barrierefreiheit. Ich habe mich als Kreistags­mitglied immer wieder für Livestreams engagiert und damit dazu beigetragen, dass Livestreams von Kreistags­sitzungen eingeführt wurden. Als Samtgemeinde­bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, das es auch Livestreams von Sitzungen des Samtgemeinderats und seiner Fach-Ausschüsse gibt.
  • Jugendparlament.
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Demokratie lebt, wenn sie erlebt wird. Darum stehe ich für die Einrichtung eines Jugendparlaments. Wichtig ist ein solches Parlament, weil es jungen Menschen ermöglicht, ihre Interessen zu vertreten und sich aktiv einzubringen. – Es muss jedoch ein wirkungsstarkes Jugendparlament sein, eines mit einem eigenen Budget sowie Mitsprache- und Mitentscheidungsrechten. Wenn Jugendliche zum Beispiel schon ab 12 Jahren Kandidaten für ein Jugendparlament wählen können, erleben sie schon früh demokratische Beteiligung. Das Parlament selber ist dann ein Gremium der frühen Stärkung unserer Demokratie, weil Jugendliche demokratische Entscheidungsprozesse hautnah erfahren und lernen, sie zu gestalten.

GESUNDHEITSVER­SORGUNG SICHERN

Hausärzte und -ärztinnen, die Facharztversorgung, das RGZ-Krankenhaus und der Notarzt-Standort in Ankum: Als Samtge­meinde­bürger­meister werde ich mich aktiv für eine gute und wohnortnahe Gesundheits­versorgung in der Samtgemeinde einsetzen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wird fast die Hälfte der Hausärzte im Landkreis in den nächsten neun Jahren aufhören zu praktizieren. Das allein zeigt schon, wie groß der Handlungsbedarf ist und wie sehr die Zeit drängt.

  • Seit vielen Jahren tief drin in der Materie.
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Durch meine bislang 15-jährige politische Arbeit als Bürgermeister von Ankum, als Samtge­meinde­rat, als Mitglied des Kreistags, als Vorsitzender des Kreistags­ausschusses für „Feuerschutz, Integration und Ordnung“ sowie als Mitglied im Beirat der Regional­leitstelle Osnabrück befasse ich mich schon seit vielen Jahren mit den für alle Bürgerinnen und Bürger so wichtigen Themen­komplexen Kranken­häuser, ärztliche Versorgung, Rettungswesen.

Angesichts der Bedeutung der Gesundheits­versorgung bedarf es in der Samtgemeinde Bersenbrück kontinuierlich engagierter Maßnahmen, Initiativen und aktiv ausgestalteter Vernetzungen als Beitrag zu Lösungen.

  • Für den Erhalt und die Stärkung des RGZ-Krankenhauses in Ankum.
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Als Samtgemeindebürgermeister werde mich aktiv für den Erhalt und die Stärkung des RGZ-Krankenhauses in Ankum einsetzen. Das habe ich bereits als Mitglied des Kreistags getan, so im letzten Jahr bei der Kreistags-Zustimmung zur Änderung der Richtlinie zur Förderung der medizinischen Versorgung. Dieser Beschluss hat den Weg dafür freigemacht, dass der Landkreis vor wenigen Monaten für die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im RGZ Ankum einen Betriebskosten­zuschuss von 300.000 € zur Verfügung stellen konnte, um die ambulante fachärztliche Versorgung vor Ort zu sichern.

Das RGZ-Ankum ist ein Modellprojekt. Bleibt es bestehen, ist schon jetzt absehbar, dass die Frage nach der Beteiligung von Kommunen an der Finanzierung des RGZ bzw. des MVZ uns weiterhin beschäftigen wird. Umso wichtiger ist da ein aktives Engagement der Samtgemeinde Bersenbrück und ihres Samtgemeinde­bürgermeisters.

  • Für die Sicherung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung.
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Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wird fast die Hälfte der Hausärzte im Landkreis in den nächsten neun Jahren aufhören zu praktizieren. Zeit zu verlieren, können wir uns nicht leisten. Durch Maßnahmen, Initiativen und Vernetzungen nichts unversucht lassen, um voranzukommen, muss die Handlungsmaxime sein.

– Wie wichtig da auch Initiativen des Samtgemeindebürgermeisters sind, zeigte z.B. der „Runde Tisch“, zu dem Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier 2017 einlud und an dem ich teilgenommen habe. Ich habe als Bürgermeister von Ankum ebenfalls zu einem Austausch mit Hausärzten eingeladen und weiß auch aus dieser Erfahrung um den Wert solcher Treffen. Es braucht jedoch ein ganzes Bündel an Aktivitäten, um Lösungen näherzukommen.

– 2019 ein weiterer wichtiger Schritt der Samtgemeinde: Da trat zum 1. November erstmalig eine „Richtlinie zur „Förderung der medizinischen Versorgung in der Samtgemeinde Bersenbrück“ in Kraft.

– Dass MVZs grundsätzlich das Zukunftsmodell sind, davon war ich schon 2019 überzeugt. Darum habe ich damals als Bürgermeister von Ankum gemeinsam mit meinem Stellvertreter das kommunale MVZ in Werlte besucht, um der Frage nachzugehen, ob ein solches MVZ auch für Ankum in Frage kommen könnte.

Wir brauchen das Engagement der einzelnen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde. Wir brauchenaber ebenso die aktive Unterstützung durch die Samtgemeinde. Die Dringlichkeit der Probleme erfordert ein größeres Samtgemeinde-Engagement. Nur ein Mehr an Maßnahmen, Initiativen und Vernetzungen bringt uns voran. Die treibende Kraft muss der Samtgemeindebürgermeister sein.

  • Für die Sicherung des Notarzt-Standorts Ankum.
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Unfall, Schlaganfall, Herzinfarkt: In medizinischen Notfällen hängt alles von einer schnellen und qualifizierten Hilfe ab. In Ankum haben wir eine Rettungswache und Ankum ist ein Notarzt-Standort. Dass ein Notarzt schnell zur Stelle ist, kann in schweren Fällen den Unterschied machen zwischen Leben und Tod. Dauerhaft gesichert ist der Notarzt-Standort Ankum aber nicht.

  • Seit Jahren mit den Themen Notfall- und Notärzteversorgung befasst.
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Ich bin seit 2021 der Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Feuerschutz, Integration und Ordnung. Zum Aufgabenbereich dieses Ausschusses gehören auch die Notfall- und Notärzteversorgung.

  • Dauerhaft gesichert ist der Notarzt-Standort Ankum nicht.
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Vertraglich gesichert ist der Notarzt-Standort Ankum nur bis Ende 2027. Im Landkreis gibt es aktuell 7 Notarzt-Standorte. Die Kosten für die Bereitstellung der Notärzte für die 7 Notarzt-Einsatzfahrzeuge sind in den letzten Jahren massiv auf mehrere Millionen Euro gestiegen. Die Krankenkassen als Kostenträger (gesetzliche Krankenkassen und Träger der gesetzlichen
Unfallversicherung) haben bereits deutlich gemacht, dass es aus ihrer Sicht zu viele Notarzt-Standorte im Landkreis gibt. Es droht eine Verringerung.

Als Mitglied des Kreistags habe ich mich intensiv mit den Fakten zum Thema Notarzt-Standorte befasst mit dem Ergebnis, dass die Streichung auch nur eines Standorts eine signifikante Verschlechterung der notärztlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger bedeuten würde. Was den Notarzt-Standort Ankum angeht, kann sich der Samtgemeinde­bürgermeister auf vielfältige Weise aktiv einbringen, um diesen Standort dauerhaft zu sichern. Genau das würde ich tun.

  • Verbesserung der Lebensrettung per Defibrillator.
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Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden ereilen, überall. Ein „Defi“, kurz für Defibrillator, ist da in vielen Fällen die Rettung. Als die August-Benninghaus Oberschule in Ankum Übungspuppen und einen Übungs-Defi gespendet bekam, war ich als Bürgermeister mit dabei und bin auch gerne der Aufforderung nachgekommen, selbst mit Hand anzulegen.

In dem von mir geleiteten Kreistagsausschuss für Feuerschutz, Integration und Ordnung haben wir uns in jüngster Zeit immer wieder mit Schritten zur Verbesserung der Lebensrettung per „Defi“ befasst. Als Samtgemeindebürgermeister wäre es mir ein Anliegen, mich vor allem auch für mehr öffentlich zugängliche Defibrillatoren in der Samtgemeinde zu engagieren.

  • Seniorinnen & Senioren: Gesund, aktiv und gut versorgt älter werden – was braucht es dazu?
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Das Leben im Alter aktiv zu gestalten, ist eine persönliche Sache. Aber nicht nur eine persönliche. Die Samtgemeinde Bersenbrück steht auch in der Verantwortung dafür, Seniorinnen und Senioren dabei zu unterstützen, dass sie möglichst lange ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben führen können. Das ist ein Gewinn für die Menschen und trägt zugleich zur Entlastung des Gesundheitswesens und der Pflege bei.

– In meiner Zeit als Bürgermeister von Ankum waren wir schon vor 10 Jahren aktiv. So konnte ich zum Beispiel 2016 Hennig Scherf begrüßen. Der Buchautor und einstige Bürgermeister von Bremen hielt im See- und Sporthotel auf Einladung der UWG Ankum einen Vortrag zum Thema „Ich werde alt, was nun?“. Es ging um neue Wohnformen, ums Mittendrinsein auch im hohen Alter. Mit dem 2020 eröffneten Mehrgenerationen­quartier des ASD haben wir da als Gemeinde Ankum den Weg geebnet für ein wegweisendes Projekt.

– Als Samtgemeinderat habe ich in den Jahren bis 2020 in der Samtgemeinde Bersenbrück eine Vielzahl von Aktivitäten für Seniorinnen & Senioren erlebt, von denen wir noch heute profitieren.

– Was wünschen Sie sie, was brauchen Sie? 2017 startete die Samtgemeinde zum Beispiel eine Umfrage bei den über 70-Jährigen. 3.000 Fragebögen wurden da verschickt und 1.200 kamen zurück. Ein Ergebnis dieser Befragung war: ein oder mehrere Seniorentreffpunkte einzurichten.

– Bereits 2018 wurde eine erste Begegnungsstätte eröffnet: Der Dorftreff „Gehrda“ in Gehrde. Es folgten 2019 Dorftreffs in Eggermühlen, Bersenbrück und Rieste. Die Dorf- und Bürgertreffs standen und stehen Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters offen, sind aber gerade auch für ältere Menschen eine Anlaufstelle und ein Erlebnisort für vieles: von Geselligkeit bis zu Beratung und der Möglichkeit, Hilfestellung zu finden.

– 2019 war der 1. „Senioreninfotag“ der Samtgemeinde in der August-Benninghaus-Oberschule in Ankum eine Leistungsschau und Info-Veranstaltung der besonderen Art zu allen Facetten des Älterwerdens, zu den damit verbundenen Problemen, Chancen, Fragen und Gestaltungsmöglichkeiten.

  • Für neue Impulse zum Thema Wohnen & Leben im Alter
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Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der vielen Menschen, die sich in und außerhalb der Samtgemeinde­verwaltung für die Belange von Senioren und Senioren engagieren. Dass ich mich für neue Impulse einsetze, für Initiativen und Aktivitäten, steht dem nicht entgegen. Barrierefreies Wohnen, neue Wohn­formen im Alter: Dazu könnte zum Beispiel auch die samtgemeinde­eigene HaseWohnbau Angebote beisteuern.

GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE ALLER MENSCHEN

Dazu gehört für mich zum Beispiel:

  • Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern
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Alle Menschen haben das Recht auf eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe. Das heißt:
Jeder Mensch muss überall dabei sein können, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder bei Freizeitaktivitäten. So ist die Samtgemeinde Bersenbrück z.B. dazu verpflichtet, sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu engagieren und dafür, bestehende Barrieren
abzubauen.

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern.
Mit einer Behinderung zu leben, kann jeden treffen. Über 95% der Menschen mit einer Behinderung erwerben ihre Behinderung erst im Laufe ihres Lebens – durch einen Unfall, eine Erkrankung oder altersbedingt. Politik und Gesellschaft sind verpflichtet, Barrieren für Menschen mit Behinderungen aus dem Weg zu räumen und dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit Behinderungen ein Leben mit vielen Möglichkeiten offensteht.

– Als Samtgemeindebürgermeister wäre es mir ein besonderes Anliegen, mich dafür zu engagieren, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in der Politik wie in der Öffentlichkeit wieder die gebotene Aufmerksamkeit erfahren und dass wir uns viel vornehmen, um bestehende Barrieren abzubauen. Die Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gehört immer wieder auf die Tagesordnung, um die Bedeutung dieses Themas zu unterstreichen.

Die Samtgemeinde ist ein Standort der Heilpädagogischen Hilfe.
In der Samtgemeinde haben wir mit der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück (HpH) ein Unternehmen, dass engagiert dafür steht, Räume und Möglichkeiten zu schaffen, in denen sich alle mit ihren Fähigkeiten einbringen können.

– Welch‘ kompetenter Partner die HpH sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2017. Damals legte die samtgemeindeeigene HaseWohnbau ein wegweisendes Projekt für einen Neubau an der Bramscher Strasse in Bersenbrück vor. 23 Wohnungen zu einem günstigen Preis sowie ein inklusives, mit der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) entwickeltes Konzept waren Eckpfeiler dieses Projekts. Bersenbrück entschied sich dagegen. Lernen können wir daraus jedoch: Wo ein Wille ist, da können auch beim Thema Wohnen innovative Wege zur Inklusion beschritten werden.

  • Inklusion in Kindergärten und Schulen stärken.
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Egal, wie du aussiehst oder welche Sprache du sprichst: Jeder gehört ganz natürlich dazu. Das ist Inklusion. Und es gibt keinen besseren Weg zur Inklusion, als sie von Kindesbeinen an zu leben. Wir spielen alle zusammen, wir lernen alle zusammen: Wer ganz selbstverständlich mit Vielfalt aufwächst, dem wird sie zur Selbstverständlichkeit.

– Als Mitglied des Kreistags habe ich mich gerade erst dafür eingesetzt, dass die Kreisverwaltung damit beauftragt wird, gemeinsam mit den Kommunen sowie den Trägern von Kindertagesstätten ein Konzept zu erarbeiten mit dem Ziel, dass jede Kindertageseinrichtung mindestens über eine Integrative Gruppe (I-Gruppe) verfügt. Die Inklusion in den Kitas und Schulen der Samtgemeinde zu stärken und auszubauen, wo sie ausbaufähig ist, gehört zu meinen Zielen. Damit Inklusion noch ein Stück weit selbstverständlicher wird.

  • Ausgrenzung aktiv entgegenwirken.
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Untersuchungen aus diesem Jahr zeigen, dass in Deutschland 13 % der Menschen Ausgrenzung und Diskriminierung erleben. Dass Menschen z.B. wegen ihrer Hautfarbe, wegen ihrer sexuellen Orientierung, wegen einer Behinderung oder weil sie einen Migrationshintergrund haben ausgegrenzt und diskriminiert werden, das gibt es leider auch in der Samtgemeinde.

– Es gab und gibt aber in der Samtgemeinde auch viel Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung. Nach einem Workshop unter dem Motto „Schüler gegen Rassismus“ gingen z.B. 2015 Schülerinnen und Schüler der August-Benninghaus-Schule auf die Straße, um sich für Toleranz und Integration stark zu machen.

– Zu meinen Anliegen gehört, weiterhin und stärker dafür zu sensibilisieren, welche Gefahr menschenfeindliche Einstellungen für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen. Schulen, Sportvereine, Unternehmen, die Samtgemeindeverwaltung, die Bürgermeister aller unserer Mitgliedsgemeinden gegen Rassismus, Muslimfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus oder die Herabwürdigung von Frauen: Mein Bestreben ist es, immer wieder vor Ort in unterschiedlichen Formaten gemeinsam Flagge zu zeigen und deutlich zu machen, welcher Gewinn Vielfalt für uns alle ist.

WACHSTUM SINNVOLL GESTALTEN

Zu meinen Zielen gehört:

  • Die Wirtschaftsförderung zu intensivieren; beizutragen zur Schaffung und Sicherstellung von
    Arbeitskräften wie auch zur Behebung des Fachkräftemangels
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Die Wirtschaftskraft ist ein entscheidender Faktor für jede Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde wie auch für die Leistungsstärke der Samtgemeinde insgesamt. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang vor allem Unternehmen wie z.B. Handwerksbetriebe, der Handel, die Industrie, die Hotellerie, die Gastronomie usw. sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich bin selbst Unternehmer und weiß darum auch aus eigener Erfahrungen, was es bedeutet, sich den stetig wechselnden Herausforderungen zu stellen. Meine derzeitigen Besuche bei Unternehmen dienen dem Zweck, aus erster Hand zu erfahren, wo Unternehmerinnen und Unternehmern aktuell der Schuh drückt und was unsere Wirtschaftsförderung leisten kann und sollte.

Gewerbesteuereinnahmen sind unverzichtbar für Kommunen wie auch für die Finanzkraft der Samtgemeinde.
Je mehr Gewerbesteuer in die Kasse einer Gemeinde fließt, desto besser schlussendlich für alle Orte, denn das bringt – zum Nutzen aller – auch mehr Geld in die Kasse der Samtgemeinde. Aufgrund der guten Steuerkraft in den einzelnen Orten rechnet die Samtgemeinde für 2026 damit, dass über 23 Mio. € in ihre Kasse fließen durch die Samtgemeindeumlage, die alle Mitgliedsgemeinden abführen müssen.

– Zur Stärkung der Wirtschaftskraft aller Orte und damit auch der Finanzkraft der Samtgemeinde brauchen wir auch eine effektive Wirtschafts­förderung durch die Samtgemeinde. Darum gehört zu meinen Zielen:

– Die Wirtschaftsförderung zu intensivieren; beizutragen zur Schaffung und Sicherstellung von Arbeitskräften wie auch zur Behebung des Fachkräftemangels.
Die Wirtschaftsförderung der Samtgemeinde muss das primäre Ziel haben, die Wirtschaftspolitik ihrer Mitgliedsgemeinden auf allen Gebieten zu unterstützen und Hilfestellung zu leisten bei der Bewältigung unternehmens­spezifischer Heraus­forderungen.

– Zu den großen Herausforderungen gehört da in einer ganzen Reihe von Branchen der Fachkräfte­mangel. Von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Wirtschafts­förderung auf diesem Gebiet sind Vernetzungen und Kooperationen wie eine Zusammen­arbeit mit Arbeitsagentur, Job-Center, Gewerkschaften, Bildungs­einrichtungen, Kammern und Wirtschafts­verbänden sowie die Unterstützung von Kooperationen von Schulen und Wirtschaft.

  • Ansiedlung von Gewerbe und Industrie ermöglichen
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In allen 7 Mitgliedsgemeinden sind Gewerbegebiete und Gewerbeflächen immer wieder ein Thema. Ob Betriebserweiterung oder die Neuansiedlung von kleinstrukturiertem Gewerbe oder größeren Industrieunternehmen: Nicht in jeder Gemeinde finden sich zu jedem Zeitpunkt die Flächen, die benötigt werden. Aufgabe der Wirtschaftsförderung der Samtgemeinde ist es da, sich im Zusammenspiel mit den jeweiligen Gemeinden dafür zu engagieren, dass jedem Unternehmen in kurzer Zeit ein passendes Gewerbe­grundstück oder auch eine passende Gewerbeimmobilie zur Verfügung gestellt werden kann. Die Beschleunigung von Genehmigungs­verfahren und der Technologie­transfer gehören ebenfalls zu den wesentlichen Aufgaben­bereichen.

Nicht zuletzt gilt es auch, den Tourismus weiter­zuentwickeln, in dem weiterhin viel Potential steckt.
Mit unseren Landschaften, unseren gepflegten Orten, unserer Hotellerie und Gastronomie, unseren Camping-Stellplätzen und den so großen wie attraktiven Alfsee-Angeboten sind wir schon sehr gut aufgestellt. Ich fahre selbst viel und leidenschaftlich gerne Fahrrad und weiß darum aus eigener Erfahrung, wie erholsam und erlebnis­reich Radtouren im Hasetal und den anderen naturschönen Landstrichen unserer Samtgemeinde sind. Weil wir schon viel zu bieten haben und ich mich zutiefst mit meiner Heimat verbunden fühle, wäre es mir eine Freude, unsere Angebote gemeinsam mit allen Tourismus-Engagierten weiter zu entwickeln.

  • Eine gute Infrastruktur in allen Gemeinden
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Stärken wir das Prinzip Solidarität.
Eine gute Infrastruktur in jeder Gemeinde ist das A & O für uns alle, denn sie ist der Garant für eine stabile Daseinsvorsorge. Zu einer guten Infrastruktur gehören z.B. der Verkehr, die Energieversorgung, Bildung und Gesundheit, soziale Dienste, digitale Netze, der Natur- und Klimaschutz. Alles in allem stellt die Infrastruktur ein Stabilitätsnetz dar, das die Wirtschaftskraft ebenso befördert wie die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehört als wichtiger Bestandteil auch das RGZ-Krankenhaus in Ankum, dessen Fortbestand wir sicherstellen müssen.

Eine gute Infrastruktur in allen Gemeinden ist das Ergebnis des Prinzips Solidarität, auf dem die Samtgemeinde beruht.
Es ist mir ein Anliegen, dieses Prinzip zu stärken und immer wieder zu betonen, von welch‘ großer Bedeutung es ist. Um nur wenige Beispiele dafür zu nennen:
– Wären die kleinen Gemeinden auf sich gestellt und nicht Teil der Samtgemeinde, in der es mit Ankum und Bersenbrück zwei deutlich finanzstärkere Gemeinden gibt, sähe z. B. die dortige Grundschul- und Kita-Landschaft anders aus, als sie jetzt aussieht.
– Weil die beiden Finanzstarken einen hohen Anteil in die Gesamtkasse einbringen, haben wir auch Einrichtungen der Samtgemeinde wie unsere erstklassigen Oberschulen, das Freibad in Bersenbrück und das Hallenbad in Ankum, von denen allen 7 Gemeinden profitieren. Die wirtschaftlich Stärksten stark zu erhalten, ist für ein gutes Miteinander in der Samtgemeinde ebenso wichtig wie die Herstellung guter Lebensverhältnisse in den kleinen und kleineren Gemeinden. Es ist das Prinzip Solidarität, das gute Lebensbedingungen in allen Orten ermöglicht, was wiederum zur Stärkung der Wirtschaftskraft beiträgt wie auch zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte. Eine Stimme für mich ist eine Stimme für eine starke, solidarische, moderne und lebenswerte Samtgemeinde.

  • Mehr digitale Angebote als ein Beitrag zum Abbau von Bürokratie
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Nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten schnelles Handeln von unseren Verwaltungen und den Abbau von Bürokratie. Digitale Angebote und Künstliche Intelligenz (KI) können wesentlich dazu beitragen. Mein Bestreben ist es, dass wir Gas geben und sehr viel schneller weiter vorankommen beim Einsatz dieser Mittel.

– Ich war Mitglied im Samtgemeinderat, als die Samtgemeinde 2019 Vorreiter war. Sie bot damals als erste Kommune im Landkreis Osnabrück Dienstleistungen auch online unter dem Stichwort „OpenR@thaus“ an. „Wir haben als erste Kommune im Landkreis diesen digitalen Zukunftsweg beschritten und nutzen unseren Vorsprung, um sukzessive weitere kunden­orientierte Angebote im OpenR@thaus zu entwickeln“, sagte damals Samtgemeinde­bürgermeister Dr. Horst Baier.

– Das „WIR“ ist das Zauberwort in Kombination mit dem Spirit, Pionierleistungen erbringen zu wollen. Mehr Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sind der Weg zu einer service­orien­tierteren Verwaltung. Dadurch wird die Kundenzufriedenheit erhöht und das Vertrauen in die Handlungs­fähigkeit unserer Demokratie gestärkt. Wir waren einmal Vorreiter im Landkreis. Warum sollten wir es beim KI-Einsatz nicht erneut werden können? Mein Bestreben als Samtgemeinde­bürgermeister ist es jedenfalls, das zu ermöglichen.

EHRENAMT & FREIWILLIGE LEISTUNGEN

 

Von welch‘ großer Bedeutung das Ehrenamt für eine lebenswerte Gemeinde ist, kann gar nicht oft genug betont und gewürdigt werden.

– Sichtbar wurde das Ehrenamt zum Beispiel in besonderer Weise bei dem in meiner Bürgermeister-Amtszeit veranstalteten 1. Ankumer „Tag des Ehrenamts“ im Oktober 2017 auf dem Jugendzeltplatz. Dieser Tag war eine wunderbare Gelegenheit, all jenen Menschen zu danken, die sich in unserer Gemeinde mit großem Engagement, Zeit und Herz einbringen. Großartige um die 1.000 Ehrenamtliche gab es damals in Ankum. Mit der Veranstaltung sollten sie alle ins Licht der Aufmerksamkeit gerückt werden.

  • Durch ehrenamtliches Wirken entsteht Gemeinschaft.
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Ob in Vereinen, Hilfsorganisationen, Kirchen, sozialen Projekten, kulturellen Initiativen, in der Jugendarbeit, bei den Freiwilligen Feuerwehren oder im stillen Hintergrund: Ehrenamtliche tragen ganz wesentlich dazu bei, dass eine Kommune lebendig, solidarisch und zukunftsfähig bleibt. Unterstreichen möchte ich bei dieser Gelegenheit auch, wie wichtig ehrenamtliches Engagement dabei war und ist, Flüchtlingen und Asylbewerbern auf dem Weg zur Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen und begleiten.

  • Keine Mittelkürzungen bei Freiwilligen Leistungen wie der Förderung von Sportvereinen.
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Wenn eine Kommune mit finanziellen Engpässen zu kämpfen hat, wird der Rotstift oft bei den sog. Freiwilligen Leistungen angesetzt; werden zum Beispiel Fördermittel für Vereine gestrichen. Weil solche Kürzungen Angebote treffen, die für das Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt enorm wichtig sind, spreche ich mich dagegen aus.

– Ehrenamtliches Engagement ist ein tragende Pfeiler unserer Gesellschaft. Darum darf an der Förderung des Ehrenamts ebenso wenig gespart werden wie an der Förderung von Sport-, Kultursowie anderen Vereinen und Einrichtungen, die das Miteinander befördern.

EINER VON UNS, EINER FÜR UNS!

Warum steht meine Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Bersenbrück unter dem Motto
„EINER VON UNS, EINER FÜR UNS“?

Dieses Motto ist Ausdruck einer wichtigen Erfahrung, die ich als Bürgermeister von Ankum gemacht habe.

– In diesen 10 Jahren als Bürgermeister bin ich nahezu täglich, wann und wo auch immer ich im Ort unterwegs war, angesprochen worden auf Pläne und Entscheidungen der Gemeinde. All‘ das hat die Amtsverantwortung unmittelbar erfahrbar gemacht und das Bewusstsein für die Folgen des politischen Handeln eindringlich geschärft.

– Weil Ankum mein Heimatort ist und bleiben wird, lebe ich auch nach dem Ende meiner Amtszeit mit dem, was ich während meiner Amtszeit verantwortet habe. Das würde auch auf einen Samtgemeidebürgermeister Brummer-Bange zutreffen, denn über meinen Heimatort bin ich mit allem, was mein Leben ausmacht, seit Jahrzehnten in der Samtgemeinde verwurzelt und werde dort verwurzelt bleiben. Das unterscheidet mich sowohl vom derzeitigen wie vom vorherigen Samtgemeindebürgermeister.

– Hemmschwellen abbauen: So jung, und schon ein „Sturm“ aufs Rathaus. Mit großer Freude habe ich zum Beispiel einmal einen Karnevalszug von Kita-Kindern empfangen, die es kaum abwarten konnten, den Sitzungssaal zu „stürmen“. Ansprechbar sein für Groß & Klein, ein offenes Ohr für alle haben, die Bürgerinnen und Bürger einbeziehen in Entscheidungsprozesse, Politik vermitteln – das gilt für mich außerhalb des Bürgermeister-Büros, aber vor allem für die Amtsführung selbst.

POLIZEI, FEUERWEHR & KATASTROPHENSCHUTZ

Zu meinen Sicherheits-Prioritäten gehören:

  • Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Polizei
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Sicherheit ist eine Gemeinschafts­aufgabe, bei der Polizei, Staatsanwaltschaft und Kommunen sehr viel enger zusammen­arbeiten müssen: Das war die Botschaft einer Regional­konferenz, zu der die Polizei­direktion Osnabrück am 12. Juni diesen Jahres nach Lingen eingeladen hatte.

Gemeinsame Handlungs­strategien zu etablieren, um den viel­schichtigen Gefähr­dungs­lagen begegnen zu können, war eines der Ziele dieser Veranstaltung.

– Telefon-Betrug, die Bekämpfung häuslicher Gewalt, der Schutz unserer Kinder vor sexualisierter Gewalt, hybride Bedrohungen, digitale Angriffe, um nur einige Punkte zu nennen: Die stetig zunehmenden Schutz- und Sicherheits­heraus­forderungen, vor denen wir stehen, erfordern zwingend eine Intensivierung der Zusammen­arbeit der Samtgemeinde mit der Polizei. Sie erfordern ebenso eine Intensivierung und intensivere Vernetzung der Präventions­arbeit, damit z.B. Sucht- und Gewalt­probleme bei Kindern und Jugend­lichen gar nicht erst entstehen.

Dass Konflikte auch an Schulen in der Samtgemeinde zunehmen, zeigte eine stichproben­artige Abfrage des Landkreises. Vom Gymnasium Bersenbrück kam da z.B. die Rückmeldung, dass ca. 20-30 % der jungen Schülerinnen und Schüler auffällig sind beim Thema Gewalt.

  • Eine bessere Unterstützung der Feuerwehren sowie ihrer Kameradinnen und Kameraden
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Sie sind mir eine besondere Herzens­ange­legen­heit: Unsere 7 Freiwilligen Feuerwehren mit ihren Hunderten Feuerwehr-Männern und -Frauen. Was wären wir ohne sie? In Sekundenschnelle weg vom Arbeits­platz, vom Familien­frühstück, von der Geburtstags­feier, nachts raus aus dem Bett, hin zum Einsatz: Von einer auf die andere Sekunde werden die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde aus ihrem Alltag geholt, um das zu tun, wozu sie sich verpflichtet haben: retten – löschen – bergen – schützen. – Feuerwehr-Mann und -Frau zu sein, ist nicht ihr Job.

Diesen so umfangreichen wie fordernden Dienst erfüllen alle jahraus jahrein ehrenamtlich. Zum Unvorher­sehbaren – aus heiterem Himmel zum Einsatz zu müssen – kommt bei unseren Feuerwehr­kräften auch noch der Verzicht auf zahlreiche Feier­abende, denn zu den Einsatz­stunden kommen viele, viele theoretische und praktische Ausbildungs­stunden sowie Lehrgänge, um fachlich fit und für Führungs­aufgaben befähigt zu sein. Üben, üben, üben, bedeutet das, damit beim Einsatz jeder Handgriff sitzt, z.B. bei der Rettung eines Unfall­opfers aus einem komplett zerbeulten Fahrzeug.

– Zu den wichtigen Projekten der Amtszeit von Samtgemeinde­bürgermeister Dr. Horst Baier gehört der Feuerwehr­bedarfsplan. Als dieser 178 Seiten umfassende Plan im März 2020 in den Ausschuss eingebracht wurde, war ich Mitglied des Samtgemeinde­rats. Als Folge dieses Plans wurde deutlich, dass mehr Geld für die Feuer­wehren ausgegeben werden muss, für neue Fahrzeuge und für Investitionen in Feuerwehr­häuser. Festakte zur Übergabe neuer Fahrzeuge gab es in den letzten Jahren glücklicherweise so einige.

– Wie wichtig auch die richtige Bekleidung ist, zeigte der Hitze-Sommer 2019, als hier z.B. Stoppel­felder brannten und die Gluthitze den Feuerwehr-Männern und -frauen in unerträglicher Weise zusetzte. Durch diese Einsätze bei Bränden kam das Thema leichtere, weniger belastende Schutz­kleidung noch in der Baier-Amtszeit auf die Tages­ordnung. Gleich zu Beginn der Amtszeit des aktuellen Samt­gemeinde­bürgermeisters sorgte jedoch für Verärgerung, dass die Anschaffung der leichteren Schutz­bekleidung auf mehrere Jahre verteilt werden sollte mit dem Ziel, den Haushalt um 100.000 € zu entlasten. Und das nach den gewaltigen Hitze-Strapazen der Lösch­arbeiten auf den Stoppel­feldern. Nach heftigem Gegen­wind waren diese Einspar­pläne schließlich im Juni 2020 vom Tisch.

– Aktuell steht eine Fort­schreibung des Feuerwehr­bedarfsplans an. Unsere Feuerwehren müssen sich auch zukünftig darauf verlassen können, dass nicht zu ihrem Lasten gespart wird; dass die Samtgemeinde und allen voran der Samtgemeinde­bürgermeister dafür einsteht, dass unsere Feuerwehr-Männer und -Frauen durch weitere Investitionen schlag­kräftig bleiben und dass für bestmögliche Einsatz­bedingungen gesorgt wird. Es braucht aber noch mehr als gute Aus­rüstungen und moderne Feuerwehr­häuser.

Wissen wir zu schätzen, was wir an unseren Feuerwehr-Männern und -Frauen haben? Zu viele wissen es nicht, was sich daran zeigt, dass Kameradinnen und Kameraden bei Einsätzen mit aggressivem Verhalten rechnen müssen oder Sprüche zu hören bekommen von der Art „ihr sauft ja nur“ oder „ihr mit euren scheiß Autos fahrt mit tatütata und ich kann deswegen nicht pennen“.

Als Samt­gemeinde­bürgermeister wäre es mir darum ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit unseren Feuer­wehren und den Mitglieds­gemeinden Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Wert­schätzung für die Leistungen unserer Feuerwehr-Männer und -Frauen zu steigern, um sichtbarer zu machen, von welch‘ unschätzbarem Wert ihre Arbeit für uns alle ist und um ein Signal an junge Menschen zu senden, sich bei einer Feuerwehr zu engagieren.
  • Der Ausbau und die Modernisierung des Katastrophenschutzes
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In Ankum und damit in der Samtgemeinde Bersersenbrück wurde im Januar die erste der 217 Sirenen aufgestellt, die der Landkreis in Kooperation mit den Kommunen errichten wird. Dass Apps für eine flächendeckende Warnung der Bevölkerung nicht ausreichen, war eine der bitteren Erkenntnisse aus der Ahrtal-Flutkatastrophe im Sommer 2021, die so viele Todesopfer forderte.
 

Dass die rasant fortschreitende Erderwärmung das Katastrophenrisiko Extremwetter mit all‘ seinen verheerenden Folgen massiv befördert, ist auch hier bereits seit Jahren zu beobachten. Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem schlagartig die Hoffnung zerstört, wir hätten keinerlei
Bedrohungen von außen mehr zu befürchten.

– Was Katastrophenschutz in der Praxis heißt, konnten wir in der Samtgemeinde 2018 in Ankum im Rahmen einer Übung beobachten. Zum Aufgabenbereich des Kreistagsausschusses für „Feuerschutz, Integration und Ordnung“, dessen Vorsitzender ich bin, gehört auch der Katastrophenschutz. Insgesamt ist der Landkreis sehr gut aufgestellt, und das auch wegen seiner Katastrophenschutzübungen. Das wurde 2025 als Ergebnis einer Prüfung durch den Landesrechnungshof bekannt gegeben.

Wir können und dürfen uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes ist eine Daueraufgabe. So konnten ich z.B. 2022 neue Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr und des Katastrophenschutzes in Augenschein nehmen und die neue Ausstattung des DRK-Katastrophenschutzes. Der Ausbau und die Modernisierung müssen jedoch kontinuierlich weiter vorangetrieben werden. Dazu bedarf es auch des Engagements der Samtgemeinde und des Samtgemeindebürgermeisters.

– Was ist, wenn es zu einem flächendeckenden und lange andauernden Stromausfall kommt, wenn Telefon- und Internetverbindungen ausfallen und alle stromabhängigen Geräte nicht mehr funktionieren? Die Lösung bei Blackouts sind Katastrophenschutz-Leuchttürme. Das sind Gebäude,
z.B. Feuerwehrhäuser, die eine Anlaufstelle für Hilfesuchende sind. Solche Gebäude müssen notstromgesichert sein und über stromunabhängige Kommunikationsmittel verfügen. Im Kreis
Steinfurt gibt es sie bereits. Als Samtgemeindebürgermeister werde ich mich für Katastrophenschutz-Leuchttürme einsetzen. Auf den Landkreis warten? Mein Ansatz: Machen!
Entwickeln wir den Ehrgeiz, Vorreiter zu sein – für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger!

MOBILITIÄT & KLIMASCHUTZ

Gerade für unseren ländlichen Raum ist ein guter Öffentlicher Personen­nahverkehr (ÖPNV) ein wichtiger Baustein für die Lebens­qualität unserer Bürgerinnen und Bürger und ein bedeutender Standort­faktor. Die Materie ist komplex und es sind dicke Bretter zu bohren, um Verbesserungen zu erreichen. Packen wir’s tatkräftig an, ist meine Devise als Kandidat für das Amt des Samtgemeinde­bürgermeisters.

  • Der öffentliche Nahverkehr muss attraktiver und leistungsfähiger werden
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Als Mitglied des Kreistags habe ich im Dezember letzten Jahres für den 5. Nahverkehrsplan (NVP) gestimmt. Damit liegt nun der gemeinsame strategische Rahmen für die Weiterentwicklung des ÖPNV bis 2030 für den Landkreis und die Stadt Osnabrück vor. Das Ziel dieses Plans ist ein leistungsfähiger, verlässlicher und zukunftsorientierter ÖPNV. Davon sind wir in der Samtgemeinde Bersenbrück noch weit entfernt.

Gemeinsames Engagement für einen besseren Nahverkehr.
Ich werde als Samtgemeindebürgermeister mit viel Einsatz dafür arbeiten, die großen ÖPNV-Versorgungs­lücken für die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Bersenbrück zu schließen. Von entscheidender Bedeutung fürs Vorankommen sind dabei intensive Kooperationen, Vernetzungen und Beratungen. So beispielsweise mit den Mitgliedsgemeinden, dem Landkreis, den regionalen Verkehrsunternehmen usw.

Einen optimalen Mobilitätsmix sicherstellen.
Das Rückgrat des ÖPNV-Systems in unserer Region sind der Busverkehr und der Schienenverkehr. Und so soll es auch weiterhin bleiben. Für eine bestmögliche Schließung von Lücken sollten aber auch alternative und flexible Angebote wie On-Demand-Verkehre als Teil des Gesamtangebots ergebnisoffen geprüft werden. Unser Ziel muss es sein, einen sowohl aus Bürgersicht wie auch aus wirtschaftlicher Sicht optimalen Mobilitätsmix sicherzustellen.

– Um alternative Angebote ging es auch schon vor Jahren. Wegen des sehr eingeschränkten Busangebots in der Gemeinde Gehrde machten sich zum Beispiel 2019 der Bürgermeister und der Samtgemeinde­­bürgermeister für die Einrichtung einer Buslinie im Stundentakt stark als Lückenschluss zwischen dem Bahnhof in Holdorf und dem Bahnhof in Bersenbrück. Um sich zu informieren, fuhr man nach Vechta, denn die Linie sollte als Rufbus-Angebot ausgestaltet sein. Der Landkreis Vechta hatte damals bereits ein gut funktionierendes Rufbus-Angebot unter dem Begriff „MoobilPlus“.

– Alternative Mobilitätsangebote gehörte 2017 auch schon zu den häufig geäußerten Wünschen von Seniorinnen und Senioren, und zwar im Rahmen einer großen Fragebogen­­aktion der Samtgemeinde, die gerichtet war an Menschen im Alter von 70+.

  • Weiteres Engagement für den Bahnhalt in Alfhausen
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So mancher erinnert sich vielleicht noch an ein Foto, das 2014 entstand. Damals habe ich als Bürgermeister von Ankum angeregt, dass sich alle Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde sowie der Samtgemeinde­­bürgermeister in Alfhausen treffen und durch ein gemeinsames Foto signalisieren: Wir stehen alle für den Bahnhalt in Alfhausen. So kam es auch. Wir trafen uns an der Lore mit dem Schild Gleis 1.

Weil der Bahnhalt eine sehr sinnvolle Infrastrukturmaßnahme für die gesamte Region ist, unterstützen wir das Projekt parteiübergreifend seit Jahren. Wir brauchen den Bahnhalt. Aber der Bahnhalt alleine würde nicht die großen ÖPNV-Versorgungs­­lücken in der Samtgemeinde schließen.

  • Der Klimaschutz darf nicht in den Hintergrund geraten.
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Die Erde hat sich in den zehn Jahren zwischen 2015 und 2025 deutlich schneller erwärmt als in den Jahrzehnten davor. Folgen des Klimawandel wie Hitze, Dürre, Starkregen und Überschwemmungen haben uns auch hier längst erreicht.

Als Kreistagsmitglied habe ich 2021 für ein Landkreis-Konzept zur besseren Anpassung an die Folgen des Klimawandels gestimmt. Da muss viel getan werden. Im Juli letzten Jahres prasselten zum Beispiel in Ankum über 30 Liter Regen innerhalb von 20 Minuten auf uns nieder. Starkregen ist nur eine der Folgen des Klimawandels, gegen die wir uns wappnen müssen. Die 224 Seiten des Landkreis-Konzepts zur Anpassung zeigen aber vor allem, wie notwendig es ist, mehr zu tun, um einer weiteren Beschleunigung des Klimawandels entgegenzuwirken.
Als Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück werde ich mich dafür engagieren, dass wieder Gas gegeben wird beim Klimaschutz. Wie viel getan und bewirkt werden kann, weiß ich aus eigener Erfahrung.

Seit 40 Jahren Bio-Landwirt. Seit 15 Jahren politische Klimaschutz-Erfahrung.
Klimaschutz-Power haben zwischen 2011 und 2020 meine Jahre als Samtgemeinderat und Bürgermeister von Ankum geprägt. Hier nur einige wenige Beispiel für die vielen damaligen Aktivitäten.

– Energie sparen als Beitrag zum Klimaschutz: Ein erstes Samtgemeinde-Highlight war 2015 die Eröffnung einer neuen Turnhalle in Gehrde in damals innovativer, energiesparender Passivhaus-Bauweise. 2020 waren bis auf eine bereits alle Samtgemeinde-Schulen energetisch saniert. Damit war die Samtgemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen ganz weit vorne. 2020 trat zudem die 1. Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde ihr Amt an.

– Ein Highlight der Extraklasse war im März 2020 die Eröffnung des Naturschutz- und Bildungszentrum Alfsee (NBZ) durch den damaligen Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier. Das NBZ basiert auf dem Grundgedanken, den Besucherinnen und Besuchern, aber ganz besonders den jungen Menschen, Umweltbewusstsein näher zu bringen. Der Alfsee zählt mit seinen über 100 Vogelarten zu einem bedeutenden Lebensraum für Flora und Fauna. Natur- und Umwseltschutz ist Klimaschutz.

– Weniger öffentlichkeitswirksam, aber für den Naturschutz von großer Bedeutung war die 2016 gestartete Wegerandinitiative der Samtgemeinde. Als Bio-Landwirt habe ich schon Jahre zuvor damit begonnen, blühende Streifen an den Äckern anzulegen, sie zu hegen und zu pflegen. Mit der Wegerandinitiative machte sich die Samtgemeinde daran, in allen Mitgliedsgemeinden auf gemeindeeigenen Flächen einen ökologisch wie ökonomisch großen Schatz zu heben. Nach ersten Auswertungen belief der sich z.B. allein in der Gemeinde Rieste auf 68.000 m² Gemeindeflächen, die wieder aufblühen könnten. Die Samtgemeinde engagierte auch gleich Blühstreifen-Manager, um die Umsetzung voranzubringen.

– Klimaschutz auch in Ankum. In meiner Amtszeit als Bürgermeister war unsere Gemeinde 2018 zum Beispiel Vorreiter bei der Umstellung von Straßenlampen auf LED. Wir haben nicht länger in Etappen umgestellt, sondern in einem Angang. Dieser Ratsbeschluss betraf gut 600 der 943 Straßenlampen. Ein nicht unwichtiger Effekt dieser Maßnahme: deutlich geringere Stromkosten. Seit 2020 wird das Ankumer Rathaus zudem mit Wärme aus einer Biogasanlage geheizt.

– Selber mit angepackt habe ich gerne bei der ökologischen Aufwertung gemeindeeigener Rasen-Flächen. Hunderte Sträucher und viele Bäume wurden da zum Beispiel am Karlsplatz gepflanzt. Keine Schotter-Vorgärten im neuen Baugebiet und Hecken statt Zaunwände, auch das war eine Maßnahme, die wir in meiner Bürgermeisterzeit beschlossen haben. Inzwischen bin ich als Mitglied des Kreistags seit Jahren mit dem Klimaschutz befasst und gehöre u.a. dem Ausschuss für „Umwelt und Energie“ an. Pro Jahr 70.000 Tonnen CO2 einsparen hat sich der Landkreis als Ziel gesetzt. Das Maßnahmenpaket dazu ist ungemein umfangreich. Der konsequente Ausbau von Photovoltaik und Windenergie gehört z. B. dazu, ebenso wie die Wiedervernässung von Mooren.

Mit Tatkraft und Ideen für den Klima- und Naturschutz begeistern.
Das Klimaschutz-Pflichtprogramm einer Samtgemeinde geben Gesetze des Landes Niedersachsen vor. Dazu gehört z. B. die Erstellung von Energieberichten. Kommunen können jedoch auch mehr wollen, als sie tun müssen. Für den Natur- und Klimaschutz begeistern und vorhandener Begeisterung viel Raum geben, um sich zu entfalten, setzt Kräfte und Mitmach-Unterstützung frei. Nach meinem Amtsverständnis ist es Aufgabe des Samtgemeindebürgermeisters, als Botschafter in dieser Sache unterwegs zu sein, neue Ideen einzubringen und gute Ideen anderer tatkräftig zu unterstützen.

Wir waren von der Sache überzeugt, und dann auch immer mehr andere.
Als meine Frau und ich 1986 unseren landwirtschaftlichen Betrieb auf Bio-Landwirtschaft umgestellt haben, gab es in ganz Deutschland nur eine verschwindend geringe Zahl von Landwirten, die diesen Weg gegangen sind. Wir waren „Überzeugungstäter“ – und haben erlebt, wie ansteckend Überzeugung und Begeisterung für eine Sache sein können.

– Auf unserem Hof waren im Laufe der Jahre viele Gruppen von Erwachsenen und Kindern zu Besuch. Wer Natur erlebt, ist unsere Erfahrung, der ist für die Natur zu begeistern, der erkennt ihren Wert und es wächst die Bereitschaft, sie zu schützen und es wächst auch die Wertschätzung für regionale Produkte.

Die Samtgemeinde hat große Natur- und Klimaschutz-Potentiale. Ich würde mich als Samtgemeindebürgermeister mit Freude und ehrgeizigen Zielen daranmachen, die gemeinsam mit allen, die ebenfalls dafür einstehen, zu heben.

Blühend-bunt statt pflastergrau: Mitmach-Power entfalten.
Die Samtgemeinde muss bis Ende diesen Jahres ermitteln und erfassen, für welche Flächen auf ihrem Gebiet die Möglichkeit zur Entsiegelung besteht. Die Erfassung erfolgt in einem vom Land bereitgestellten Entsiegelungskataster. Warum machen wir uns nicht gleich daran, die Entsiegelung aktiv voranzutreiben? Wer sich hier umschaut, sieht allüberall großflächige Bodenversiegelungen. Die Folgen sind gravierend, denn das Regenwasser fließt schnell und vollständig ab in die Kanalisation. Der Niederschlag kann nicht in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen und neues Grundwasser bilden. Wird das Grundwasser knapper, haben Hitze- und Dürreperioden besonders gravierende Auswirkungen. Bei Starkregen tragen zugepflasterte Flächen zudem zu Überschwemmungen bei, weil die Kanalisation das Wasser nicht mehr aufnehmen kann.

Aufblühen lassen! Mitmacher wie Schulen und andere dafür gewinnen.
Die weit über 40 Liegenschaften der Samtgemeinde, darunter Schulen, Turnhallen, Feuerwehrhäuser, sind ein Terrain für Aufblühaktionen. Wo kann das Pflaster weg? Warum soll es weg? In Kooperation mit Schulen kann tatkräftiges Handeln Wissen befördern und Freude am Naturschutz wecken. Wo ein starker Wille ist, da sind auch Wege, um die Entsiegelung wie den Klimaschutz insgesamt voranzutreiben.

Erfahrung, die verbindet!

POLITISCHE ERFAHRUNG

  • Bürgermeister von Ankum von 2011 bis 2021
  • Mitglied des Samtgemeinderates von 2011 bis 2021
  • Ausschussvorsitzender im Ausschuss: „Bildung und Kultur“
  • Mitglied des Kreistages seit 2016
  • Ausschussvorsitzender im Ausschuss für „Feuerschutz, Integration und Ordnung“
  • Mitglied in den Ausschüssen: „Planen und Bauen“,
    „Organisation und Personal“ sowie „Umwelt und Energie“
  • Mitglied im Aufsichtsrat der „Energos“

BERUF & FAMILIE

  • Geboren 1960
  • Verheiratet mit Maria, zwei Kinder und drei Enkel
  • Landwirt und Unternehmer
  • Umstellung des Familienbetriebs auf Bio-Landwirtschaft